Verband | Geschichte | Gründungsjahr 1900 bis heute 

 1900-
heute







Geschichte des Kellerei- verbandes
Ende des 19. Jahrhunderts befand sich der Südtiroler Weinbau in einer sehr schwierigen Lage.


Der Handel hatte den Export völlig in der Hand, hohe Einfuhrzölle, erhöhte Exportsteuern und vor allem eine immer stärkere Konkurrenz ließen die Preise für das Traubengut in den Keller fallen. Diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Ungewissheit der Traubenabnahme durch private Kellereien waren die Hauptgründe für die damalige Gründung der Genossenschaften.

Bereits 1900 versuchten 7 Südtiroler Genossenschaften durch die Selbstvermarktung einen angemessenen Preis für den Wein zu erzielen und den Erlös ihren Mitgliedern weiterzugeben. Die große Konkurrenz durch die zahlreichen privaten Händler brachte das Vorhaben allerdings zum Scheitern.
Um die eigenen Interessen besser vertreten zu können, schlossen sich am 11. Dezember 1900 die 7 Genossenschaften zum Verband der Kellereigenossenschaften Deutsch-Südtirols zusammen. Neben der gemeinsamen Interessenvertretung standen vor allem die Absatzvermittlung und die Imagehebung der Genossenschaftsweine im Vordergrund.

Solidarität und Gemeinsamkeit, die Grundwerte des genossenschaftlichen Gedankens, ließen den Verband in über 100 Jahren so manch schwierige Zeit überstehen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die einzelnen Genossenschaften zu modernen und erfolgreichen Kellereien, die maßgeblich am Aufschwung der Südtiroler Weinwirtschaft beteiligt waren.

Parallel dazu veränderten sich auch die Aufgabengebiete des Verbandes. Die Vermarktung wurde immer mehr den einzelnen Kellereien überlassen, während sich der Verband nun hauptsächlich um die rechtliche Beratung, die gemeinschaftliche Interessenvertretung und die Imagebildung kümmert.